Michaela Scheriau, BA MA

Universitätsassistentin (prae-doc)

Forschungsplattform “Responsible Research and Innovation in Academic Practice”

Universitätsstraße 7/6. Stock
1010 Vienna
Raum: C0626
Email

Tel: +43-1-4277-26102

Michaela Scheriau ist Soziologin und PhD Kandidatin am Institut für Wissenschafts-und Technikforschung. Ihr Masterstudium hat sie 2014 an der Universität Wien abgeschlossen. Seit April 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsplattform „Responsible Research and Innovation (RRI) in Academic Practice“.

Ihr Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit (Bio)Ethik in der assistierten Reproduktionsmedizin und ist als vergleichende qualitative Fallstudie angelegt, in der sie zwei bedeutende internationale Fachgesellschaften und deren internen Ethikkommissionen untersucht. Sie geht dabei der Frage nach, wie bioethische Aspekte in der Reproduktionsmedizin von Wissenschafter*innen und anderen Expert*innen verhandelt und diskutiert werden und damit ebenso welche Bedeutung Ethik in dieser wissenschaftlichen Arena zukommt.

Ihr Hauptforschungsinteresse liegt dabei auf Aspekten der Steuerung und Selbstregulierung eines techno-medizinischen Feldes. Zumal es um die Organisation von wissenschaftlicher Wissensproduktion geht, die sich unter einem zunehmenden Imperativ gesellschaftlicher Verantwortung vollzieht, geht das Projekt der Frage nach der Koproduktion von Wissen und seinem kulturellen Kontext indem es produziert wird nach. Darüber hinaus wird gefragt wie Gesellschaften neuen Technologien begegnen und ihren Einsatz regulieren und welche Rolle dabei wissenschaftlichen Organisationen und Akteuren selbst zukommt.

Ganz wesentlich interessiert sie sich dafür, welche Rolle Ethik in der Wissenschaft im Allgemeinem zukommt und welche epistemischen Transformationen damit einhergehen wenn ethische Fragen zunehmend innerwissenschaftlich verhandelt werden. Wie vollzieht sich ethisches Reflektieren in der Wissenschaft, gefährdet Ethik diese etwa indem sie Standards wissenschaftlichen Reflektierens entgrenzt und welche „neuen“ Formen von sozialer Verantwortung sind in der Wissenschaft denkbar und im Entstehen begriffen.